Jan 03

Fisch des Jahres 2015 – Der Huchen

Deutscher Angelfischereiverband und Bundesamt für Naturschutz erklären

den Huchen (Hucho hucho) zum Fisch des Jahres.

Der Huchen ist eine der größten heimischen Fischarten aus der Familie der Lachse. Seine natürliche  Verbreitung ist in Deutschland auf das Einzugsgebiet der Donau, und damit im Wesentlichen auf Bayern beschränkt. Für den gerne auch als „Donaulachs“ bezeichneten Raubfisch trägt Bayern daher eine besondere Verantwortung. Der Huchen ist in seinen Beständen bedroht. Gemäß der Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) ist der Huchen in der Roten Liste gefährdeter Arten als stark gefährdet aufgeführt. Darüber hinaus ist er auf der Roten Liste Bayerns und in den europäischen Fauna-Flora-Habitat-Anhängen gelistet.

Der Huchen hat einen langgestreckten, im Querschnitt fast runden Körper. Auf dem kupferfarben-rotbraunen bis grünlichgrauen Rücken befinden sich zahlreiche kleine dunkle Tupfen. Er kann über 30 Kilo schwer und über 1,40 m lang werden. Er steht als Raubfisch in seinem Lebensraum an der Spitze der Nahrungskette. Der Donaulachs liebt schnellfließende, kühle und sauerstoffreiche Gewässer der Äschen und Barbenregion mit steinigem oder kiesigem Grund, den er für die Eiablage benötigt. Da in stauregulierten Flussstrecken der Boden oft verschlammt, findet der Huchen dort keine geeigneten Laichplätze und Jungfischhabitate mehr.

Bedrohte Lebensräume

Im Zuge von Gewässerausbau und Gewässernutzung verschwand der Huchen vielerorts. In vielen seiner ursprünglichen Lebensräume konnte er nur durch Besatz-Aktivitäten der Fischerei erhalten oder wiederangesiedelt werden. Nur dadurch ist eine nachhaltige fischereiliche Nutzung heute noch möglich. In den meisten Gewässern seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes in Bayern ist der Huchen heute leider immer noch zwingend auf Besatz angewiesen. Selbsterhaltende Bestände sind nur noch an der Isar, dem Schwarzen Regen und der Mitternacher Ohe nachgewiesen. Die bislang ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Huchen-Lebensräume haben punktuell zu günstigeren Reproduktionsbedingungen geführt. In den wenigsten Gewässern finden sich bislang jedoch genügend hochwertige Lebensräume, die im Verbund groß genug wären, um darin langfristig eine selbsterhaltende Huchenpopulation auszubilden.

Engagiert für den Huchen

Der Erhalt des Huchens im Donausystem erfordert engagiertes Handeln aller Beteiligter: Ein vitaler Laichfischbestand, die ökologische Aufwertung defizitärer Lebensräume und der Abbau des Vogel-Fraßdrucks auf Junghuchen und deren Nahrung sind zwingend notwendig. Nur so können natürliche Bestände in Bayern erhalten bzw. wieder etabliert werden. Die IUCN empfiehlt neben diesen Maßnahmen auch ein restiktives fischereiliches Management, z.B. über die Festsetzung angepasster Schonmaße und eine bestandsschonende Entnahmepolitik.

Weitere Informationen über den Huchen erhalten Sie im Januar 2015 in einem Flyer zum Fisch des Jahres sowie im April in Form einer Sonderbroschüre.

Quelle: Sebastian Hanfland ; http://www.fv-mfr.de/Fischereiverband_Mittelfranken/Fisch_des_Jahres.html

P.S.:
Bitte berücksichtigt beim Huchen das geänderte Schonmaß .

weitere Informationen : http://www.lfvbayern.de/gesetzl-bestimmungen/