Feb 14

Dreistachliger Stichling ist Fisch des Jahres 2018

Dreistachliger Stichling ist Fisch des Jahres 2018

14.11.17 Mit dem Dreistachligen Stichling (Gasterosteus aculeatus) fällt die Wahl auf eine besondere Kleinfischart, die vor allem aufgrund ihres charakteristischen Aussehens und einzigartigen Brutverhaltens zu den bekanntesten heimischen Fischarten gehört. Der Dreistachlige Stichling ist eine von vielen Fischarten, die ein außergewöhnliches Laichverhalten zeigen. Auch jährliche Laichwanderungen gehören dazu.

Gewählt wurde er vom Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV) gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST). Mit der Wahl zum Fisch des Jahres wollen DAFV, BfN und VDST zeigen, dass auch Kleinfischarten wie der Dreistachlige Stichling besondere Aufmerksamkeit verdienen.

Sie wollen deutlich machen, dass sich hinter Fischarten wie dem Dreistachligen Stichling einzigartige Lebens- und Verhaltensweisen verbergen und damit den Blick für die vielen Besonderheiten unserer heimischen Fischfauna schärfen.

Mit einer durchschnittlichen Gesamtlänge von fünf bis acht Zentimetern gehört der Dreistachlige Stichling zu den kleinsten heimischen Süßwasserfischen. Seine Verbreitung reicht von den küstennahen Gewässern bis in den alpinen Raum. Es wird zwischen einer stationären Süßwasserform und einer wandernden Form unterschieden, die jährlich aus ihren marinen küstennahen Lebensräumen zum Laichen in die Unterläufe der Flüsse zieht. Im Salzwasser halten sich Dreistachlige Stichlinge insbesondere im Schutz ufernaher Unterwasserpflanzen auf. In den Binnengewässern werden pflanzenreiche Flachwasserzonen in Seen bzw. langsam fließende sommerwarme Fließgewässer bevorzugt.

Der als Schwarmfisch lebende Stichling verändert sein Verhalten zur Laichzeit grundlegend. Die Männchen suchen dann im ufernahen Flachwasser Brutreviere und verteidigen sie vehement gegenüber Artgenossen. Auch das Erscheinungsbild ändert sich. Die Brust färbt sich rot, der Rücken blaugrün und die Augen funkeln silberblau. Mit diesem „Hochzeitskleid“ signalisieren sie den Weibchen ihre Fruchtbarkeit. Innerhalb kurzer Zeit baut das Männchen aus Pflanzen- und Algenmaterial ein Nest auf dem Gewässerboden. Nähert sich nach vollendetem Nestbau ein laichbereites Weibchen, lockt das Männchen es mit ruckartigen Bewegungen, dem so genannten „Zick-Zack-Tanz“ ins Nest, wo es zur Eiablage kommt.
Nachdem das Weibchen das Nest verlassen hat, schwimmt das Männchen ins Nest und befruchtet die Eier. Das Weibchen verlässt das Revier und das Männchen übernimmt die Brutpflege. Mehrere Wochen beschützt das Männchen die Jungfische, bis mit zunehmender Größe der Jungfische der Pflegetrieb des Männchens langsam erlischt, und es seine auffälligen Körperfärbungen wieder verliert. Das auffällige Balzverhalten des Stichlingmännchens mit den nachfolgenden Instinktbewegungen von Männchen und Weibchen haben den Stichling zu einem einzigartigen Untersuchungsobjekt für die Verhaltensbiologiegemacht.

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes e.V. (DAFV), des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN):

Faltblatt zum dreistachligen Stichling als PDF-Datei
Poster zum dreistachligen Stichling als PDF-Datei

Quelle: https://www.lfvbw.de/naturschutz/fisch-des-jahres/1262-dreistachliger-stichling-ist-fisch-des-jahres-2018

Mrz 03

Die Flunder – Fisch des Jahres 2017

Die Flunder – Ein Wanderer zwischen den Welten Fisch des Jahres 2017

Flunder.pdfFlunder2.pdfGefährdung

Aufgrund der weiten Verbreitung der Flunder wird der globale Bestand der Art von der Weltnaturschutzunion (IUCN) aktuell als „nicht gefährdet“ („least concern“) eingestuft. Dennoch stellen die vielen Barrieren, durch die die Flüsse seit der Industrialisierung verbaut worden sind, langfristig eine Gefahr für das Fortbestehen der Flunderbestände dar. Je nach Lebensphase benötigen die Flundern unterschiedliche Lebensräume. Deshalb sind sie auf eine frei durchwanderbare Verbindung zwischen dem Meer über das Brackwasser ins Süßwasser angewiesen. Die Wanderung der Flundern aus dem Meer in die Flüsse endet heutzutage allerdings am ersten Querbauwerk. Auch die vielerorts installierten Fischtreppen, die Gewässerorganismen ein Überwinden von Hindernissen ermöglichen sollen, können von Flundern in der Regel nicht passiert werden. Erhöhte Fließgeschwindigkeiten sowie das grobe und harte Bodensubstrat, das beim Bau der Anlagen eingebracht wird, sind für

Fazit

Flundern ungünstige Wanderbedingungen. Auch die Verschmutzung der küstennahen Lebensräume sowie die Ausbaggerung von Flüssen wirken sich negativ auf die Flunderpopulation aus. Anhand des komplexen Lebenszyklus der Flunder mit Lebensphasen im marinen Bereich sowie in Brackwasser- und Süßwasserzonen wird deutlich, dass Meere und Flüsse in stetigem Austausch stehende, untrennbar miteinander verbundene Lebensräume sind. Ihr nachhaltiger und gewissenhafter Schutz ist unerlässlich. Die Flunder steht als Fisch des Jahres 2017 stellvertretend für alle Fischarten und Gewässerorganismen, die bedroht werden durch Eingriffe in das natürliche Ökosystemgefüge, wie Quer- und Uferverbau, Regulierungsmaßnahmen, Schadstoffeinträge sowie die Überfischung und Verschmutzung der Küstengewässer.

Angelfischerei

Klassische Methoden zum Fang von Flundern sind das Brandungsangeln, sowie das Grundangeln im Mündungsbereich großer Flüsse. Häufig werden hierbei Watt- und Seeringelwürmer als Köder angeboten. Weniger verbreitet, aber immer für eine Überraschung gut, ist das leichte Spinnfischen im flachen Wasser, beispielsweise mit kleinen Gummiködern oder dem sogenannten „Buttlöffel“ Die Flunder ist der Fisch des Jahres 2017. Die Ernennung erfolgte durch den Deutschen Angelfischereiverband (DAV) in Abstimmung mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST). Wie auch die Scholle, die Kliesche, die Seezunge, der Heil- und der Steinbutt gehört die Flunder zu den Plattfischen. Wissenschaftlich betrachtet ist sie der Familie der Schollen (Pleuronectidae) zuzuordnen, auch wenn viele lokal geprägte Namen wie „Elbbutt“, „Sandbutt“ oder
einfach „Butt“ eine Verwandtschaft zu den Butten (Bothidae) vermuten lassen. Ihr deutscher Name ist vom dänischen „flynder“ abgeleitet.
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Verbreitung

Flundern sind in den Küstengewässern Europas weit verbreitet. Sie sind vom Weißen Meer über die Küste Norwegens sowie Nord- und Ostsee, die Gewässer um die Britischen Inseln und die Biskaya ebenso anzutreffen, wie an den Küsten der Iberischen Halbinsel und der nördlichen Mittelmeerküste bis zur Ägäis und im Schwarzen Meer. Ausgewachsene Flundern leben am liebsten in Küstennähe in den Brackwasserzonen größerer Flussmündungen, in Buchten und Fjorden. Hier besiedeln sie
bevorzugt den schlickigen und sandigen Meeresboden bis zu einer Tiefe von 50 m. Junge Flundern
sind häufig in den Bereichen von Flüssen zu finden, die durch die Gezeiten beeinflusst werden. Dort sind sie so typische Vertreter der Fischfauna, dass sie mit dem Kaulbarsch Namenspate für die letzte Fischregion von Fließgewässern, der Kaulbarsch-FlunderRegion, sind. Auch im reinen Süßwasser können Flundern überleben. Flundern sind generell zu den Mitteldistanzwanderern zu zählen. Einzelnachweise in Berlin und sogar im Rhein kurz vor dem Rheinfall von Schaffhausen zeigen aber, dass Flundern auch große Distanzen zurücklegen können. Eine Besonderheit stellt eine Flunderpopulation im Aralsee dar. Diese wurde 1979 wegen ansteigender Salzgehalte besetzt und vermehrt sich seither natürlich. Bis heute ist die Flunder für die Fischer einer der wichtigsten Nutzfische im nördlichen Becken des mehr und mehr verlandenden Aralsees.Flunder1.pdf

Aussehen

Das Aussehen der Flunder ist ein Paradebeispiel dafür, dass man über die Körperform von Fischen
auf deren Lebensraum und die Lebensweise rückschließen kann. Der sehr stark abgeplattete, fast scheibenförmige, ovale Körper ist extrem gut an ein Leben auf dem Gewässergrund angepasst. Bemerkenswert ist, dass die Larven der Flundern nach dem Schlüpfen zunächst einen „normalen“, also senkrecht ausgerichteten, symmetrischen Körperbau aufweisen. Erst ab einer Größe von 7 – 10 mm beginnt die Verwandlung zum „Plattfisch“. Dabei wandert in rund 70 Prozent der Fälle das linke Auge durch die noch weichen Schädelknochen auf die rechte Körperhälfte, die von nun an die Körperoberseite, die sogenannte Augenseite wird. Diese ist mit kleinen Schuppen bedeckt, die entlang der Rücken- und Afterflosse sowie der Seitenlinie zu dornigen Warzen umgewandelt sind. Die Färbung ist dem jeweiligen Gewässergrund angepasst, variiert zwischen grünlich und bräunlich und ist meist marmoriert oder mit schwarzen, braunen, gelblichen und rötlich-braunen Flecken übersät. Die „Blindseite“ genannte Unterseite ist weißlich. Der Kopf der Flunder ist relativ klein und die Maulspalte recht kurz. Die Rückenflosse reicht von den Augen bis an den Ansatz der Schwanzflosse. Auch die Afterflosse ist im Verhältnis zur Fischgröße auffallend lang. Bei einer durchschnittlichen Größe von 20 bis 30 cm wiegen Flundern rund 300 Gramm. Große Exemplare können bis zu 60 cm lang und 3 kg schwer werden und ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. Eine Verwechslungsgefahr besteht hauptsächlich mit der Scholle und der Kliesche. Doch es gibt einige optische Unterscheidungsmerkmale, wie die Linie aus vier bis sieben Knochenhöckern, die sich bei der Scholle von den Augen über die Kopfmitte zieht und den charakteristischen „Knick“ der Seitenlinie der Kliesche unterhalb der Brustflosse. Am besten lassen sich die drei Arten unterscheiden, wenn man sie in den Händen hält. Die Körperoberseite der Flunder fühlt sich immer rau wie Schleifpapier an. Die Oberseite der Scholle ist immer glatt. Streicht man bei der Kliesche vom Kopf zur
Schwanzflosse, fühlt es sich glatt an – in entgegengesetzter Richtung, spürt man einen rauen „Widerstand“ der Schuppen.Flunder3.pdf

Lebensweise und Fortpflanzung

Flundern sind gesellig lebende, nachtaktive Fische. Tagsüber graben sie sich oberflächlich in den Sandoder Schlick ein, nur die Augen schauen hervor. Erst mit der Dämmerung werden sie aktiv und gehen im seichten Wasser auf Nahrungssuche. Ein Großteil der wanderfreudigen Fische zieht nach dem Schlupf nahegelegene Flüsse hinauf und verbringt die ersten Phasen des Lebens dort. Sind die Tiere geschlechtsreif schwimmen sie wieder ins Meer zurück, um dort zu laichen. Danach kehren sie nicht wieder in die Flüsse zurück. Die Laichzeit der Flundern ist abhängig von der Wassertemperatur. Das Laichgeschäft in der südlichen und südöstlichen Nordsee sowie der Ostsee findet zwischen Februar und Mai statt. In den Küstengewässern vor Nordnorwegen laichen Flundern erst zwischen April und Juni. Flundern gehören zu den Pelagiallaichern, die Weibchen geben ihre Eier (bis zu 2 Mio. Stück) in das Freiwasser ab. Bei einer Wassertemperatur von 10 Grad Celsius schlüpfen die Larven etwa nach sieben Tagen. Häufig nutzen die Flunderlarven ab einer Größe von rund einem Zentimeter die Gezeitenströmungen, um in die nahegelegenen Flüsse, wie zum Beispiel die Elbe, aufzusteigen. Dort ernähren sie sich von Zuckmückenlarven, anderen Insekten und winzigen Krebstieren. Im Meer stehen hauptsächlich Würmer, Weichtiere, dünnschalige Muscheln sowie kleine Fische auf dem Speiseplan der adulten Flundern.

Quelle:
Herausgeber Landesfischereiverband Bayern e.V.
www.lfvbayern.de www.facebook.com/lfvbayern
Texte Benedikt-Andreas Nordhardt Redaktion Thomas Funke, Stefanie Schütze Grafische Gestaltung pure oxygen design Abbildungen Jelger Herder, Janny Bosmann, Landesanglerverband MecklenburgVorpommern
http://www.fv-mfr.de/Fischereiverband_Mittelfranken/Fisch_des_Jahres.html

PDF direkt ab Quelle Downloadbar :
http://www.fv-mfr.de/Fischereiverband_Mittelfranken/Fisch_des_Jahres_files/Flunder.pdf

Dez 15

TOLLER HECHT

PRESSEMITTEILUNG: EIN TOLLER HECHT WIRD FISCH DES JAHRES 2016

Gemeinsame PM des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV), des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST), des Österreichischen Kuratoriums für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN): Raubfisch mit vielen spitzen Zähnen — Schmackhafter Speisefisch durch Lebensraumverluste zunehmend bedroht

Der Hecht (Esox lucius) wird Fisch des Jahres 2016. Der Hecht ist eine der größten und bekanntesten heimischen Fischarten. Mit dem Hecht wurde eine Art gewählt, durch die die Zusammenhänge zwischen Natur- und Artenschutz sowie nachhaltiger, verantwortungsvoller Naturnutzung verdeutlicht werden können. Wenn Ufer und Auen renaturiert oder in einem naturnahen Zustand erhalten werden, dienen sie dem Hecht als Rückzugsraum und Laichplatz. Damit wird einerseits der Bestand dieses von vielen Anglerinnen und Anglern geschätzten Speisefisches gesichert und gleichzeitig Lebensraum vieler weiterer Tier- und Pflanzenarten verbessert.
Ausgewählt wurde der Hecht gemeinsam vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF). „Mit seiner unverwechselbaren Gestalt zählt der Hecht zu den bekanntesten heimischen Fischarten“, sagte Dr. Christel Happach-Kasan, Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes. Markant sind der langgestreckte Körper, die nach hinten verlagerte Rücken- und Afterflosse und vor allem das entenschnabelartige Maul. Er besiedelt stehende Gewässer vom kleinen Tümpel bis zum großen See, aber auch Fließgewässer vom Oberlauf bis hinab in die küstennahe Brackwasserregion. „Der Hecht ist beispielgebend für die vielen Fischarten, die zur Fortpflanzung auf intakte Ufer- und Auenbereiche entlang der Gewässer angewiesen sind. Nur wenn solche naturnahen Lebensräume erhalten bleiben oder wiederhergestellt werden, können die Bestände des Hechtes sowie vieler weiterer Fischarten zukünftig in unseren Flüssen erhalten werden“, sagte die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Beate Jessel. Erfolgreiche Renaturierungsmaßnahmen zeigen, dass es gelingen kann, nicht nur dem Hecht, sondern auch zahlreichen anderen Tier- und Pflanzenarten wieder neuen Lebensraum zu geben. „Besatzmaßnahmen durch Angelfischer und Vereine sind auf Dauer keine Lösung. Aber sie helfen bei der Bestandsentwicklung in beeinträchtigten Gewässern“, ergänzte Happach-Kasan.
Hintergrund: Der Hecht (Esox lucius)
Der Hecht zählt zu den bekanntesten heimischen Fischarten. Er besiedelt stehende Gewässer vom kleinen Tümpel bis zum großen See, aber auch Fließgewässer vom Oberlauf bis hinab in die küstennahe Brack-wasserregion.
Der Hecht kann mit seinen zahlreichen spitzen, nach hinten gebogenen Zähnen hervorragend Beute packen: Fische aller Art, auch eigene Artgenossen, Frösche, gelegentlich auch kleine Wasservögel und Säugetiere wie Mäuse oder Bisamratten stehen auf dem Speiseplan. Die Durchschnittsgröße eines Hechtes liegt zwischen 50 und 100 Zentimetern. Weibliche Hechte können jedoch 1,30 Meter überschreiten und über 20 Kilogramm schwer werden.
Der Hecht ist ein standorttreuer Raubfisch. Er lauert gerne in Ufernähe regungslos auf seine Beute, die er im blitzschnellen Vorstoß ergreift. Als Einzelgänger versteckt er sich gerne zwischen Wasserpflanzen, Baumwurzeln, an Schilfkanten oder Uferböschungen. Dort ist er durch seine grüne bis bräunliche, durch gelbe Bänder durchbrochene Färbung ausgezeichnet getarnt.
Zur Laichzeit im zeitigen Frühjahr zieht der Hecht in krautreiche Flachwasserbereiche der Überschwemmungsflächen oder in kleine Gräben und Nebengerinne, wo die klebrigen Eier an Wasserpflanzen angeheftet werden. Solche für seine Vermehrung notwendigen Flächen sind typischerweise im Frühjahr überschwemmte Wiesen der Flussauen, aber auch die Flachwasserzonen und Überschwemmungsbereiche unserer Seen. Durch Trockenlegung von Wiesen und das Ausbleiben von Frühjahrsüberschwemmungen infolge von Regulierungsmaßnahmen sind geeignete Laichplätze selten geworden. Hinzu kommt der Verlust an geeignetem Lebensraum im Zuge der Uferbegradigung und Verbauung. Insbesondere die Jungfische sind auf die sich schnell erwärmenden Flachwasserbereiche mit ihrem großen Nahrungsangebot angewiesen.
Trotz der weiten Verbreitung sind die Bestände des Hechts daher in vielen Gewässern gering. In der Roten Liste wird der Hecht als „ungefährdet“ eingestuft, der langfristige Bestandstrend zeigt jedoch einen mäßigen Rückgang der Bestände. Vorrangiges Ziel ist es daher, die Gewässer und ihre Auen auch für den Hecht wieder in einen naturnahen Zustand zu bringen. Intakte Flussauen brauchen eine natürliche Überschwemmungsdynamik. Wo es möglich ist, müssen ehemalige Auen wieder zurückgewonnen werden. Dies ist gleichzeitig ein Beitrag zum Hochwasserschutz.

Berlin/Bonn, 9. Oktober 2015

Eine pdf-Datei mit der Pressemitteilung ist mit einem KLICK HIER abrufbar.

Foto-Hinweis
Hecht-Hochzeit: Herbert Frei
Hecht 01: VDST, Ludwig Migl
Hecht 02: VDST, Gunter Daniel

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